Ernst Matthaei und Johann Conrad Wolff:
Büsch-Denkmal

Ernst Matthaei: Büsch-Denkmal, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2018)

Daten zum Werk

Ernst Matthaei und Johann Conrad Wolff: Büsch-Denkmal (Granit, Sandstein, Marmor, Bronzerelief, 1802)
Rothenbaumchaussee, Edmund-Siemers-Allee, 20148 Hamburg (Rotherbaum)

Beschreibung

Johann Georg Büsch wurde am 3. Januar 1728 in Altenmedingen bei Lüneburg geboren. 1771 übernahm er die Leitung der Hamburger Handelsakademie. Er veröffentlichte zahlreiche Schriften zu Theorie und Praxis der Wirtschaft und gehörte zu den Mitbegründern der „Hamburgischen Gesellschaft zur Förderung der Künste und nützlichen Gewerbe“, der heutigen Patriotischen Gesellschaft. Er starb am 5. August 1800 in Hamburg.

Im Auftrag der Patriotischen Gesellschaft wurde kurz nach seinem Tode ein Denkmal errichtet. Die Planung und Ausführung übernahm der Architekt Johann August Arens unter Beteiligung mehrerer Künstler und Steinmetze. Auf einem zweistufigen Sockel ruht ein Obelisk aus geschliffenem Sandstein, geschmückt mit zwei Eichenkränzen aus weißem Marmor. Oberhalb der ersten Stufe sind zwei Bronzereliefs eingelassen. Der Bildhauer Ernst Matthaei fertigte ein Reliefporträt, während Johann Conrad Wolff in der allegorischen Darstellung einer antiken Trankopferzeremonie die Verdienste Büschs würdigt. Im Laufe der Jahrhunderte musste das Denkmal mehrfach an neue Standorte versetzt werden.

Künstler/in

Ernst Gottlob Matthäi wurde 1779 in Meißen geboren. Er war Inspektor des Kurfürstlichen Museums der Gipsabdrücke. Die von ihm ausgeführten Figuren für das Grüne Gewölbe zu Dresden fertigte er sowohl als Arbeiten aus Biskuit-Porzellan als auch solche aus glasiertem Porzellan. Er war bekannt für seine Reliefbildnisse nach der Antike und war seit 1805 Schüler Berthel Thorwaldsens in Rom und übernahm später die Professur an der Akademie in Dresden. Ernst Gottlob Matthäi starb am 19. April 1842 in Dresden.

Johann Conrad Wolff wurde 1766 in Kassel geboren. Ab 1781 lernte er Zeichnen, Modellieren und Bildhauerei an der Kasseler Akademie bei den Gebrüdern Heyd und Nahl, anschließend 1790-91 bei G. B. Casanova in Dresden. Ab 1791 unternahm er Studienreisen nach Rom und Neapel. Nach seiner Rückkehr nach Kassel 1796 arbeitete er als Stukkateur in Schloss Wilhelmshöhe. 1800–1805 wirkte er zwischenzeitlich auch an der Ausgestaltung des Weimarer Schlosses mit. Im Jahre 1806 wurde er Hofstukkateur in Kassel, wo er bis zu seinem Tode 1815 ansässig blieb.

Galerie

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