Karl-August Ohrt:
Schwan

Karl-August Ohrt: Schwan (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Karl-August Ohrt: Schwan (1954, Bronze)
Hartwicusstraße 3, 22087 Hamburg (Uhlenhorst)

Beschreibung

Unweit der Außenalster in der Hartwicusstraße hat es sich ein Schwan gemütlich gemacht. Die Bronzeplastik von Karl-August Ohrt zeigt das stehende Tier mit angelegten Flügeln und nach vorn gebogenem Hals – offenbar putzt es sich gerade das Gefieder. Die Darstellung bleibt nah am Naturvorbild, jedoch entschied sich der Künstler für eine Körperhaltung, die weniger auf Klarheit setzt als auf Originalität. So lassen sich bereits erste Anzeichen der Abstraktion erkennen, die er wenige Jahre später bei seinen beiden Schwänen am Grindelberg noch sehr viel stärker fortführte.

Text: jp

Person

Karl-August Ohrt
Karl August Ohrt wurde am 20. Februar 1902 in Schönwalde bei Eutin geboren. Zunächst wurde er Landwirt. Mit 21 Jahren besuchte er die Klasse des Malers Julius Wohlers an der Landeskunstschule am Lerchenfeld. 1931–1932 absolvierte er zwei Semester Bildhauerei bei Richard Luksch, blieb aber weitgehend Autodidakt. Seine erste größere Plastik Tanzende Mädchen wurde 1935 in Hamburg aufgestellt, aber später von den Nationalsozialisten als entartet eingestuft. Nach dem Krieg wurde sie wieder am alten Standort im Stadtpark aufgestellt. Er war Mitglied des Deutschen Künstlerbundes und Teilnehmer an mehreren DKB-Jahresausstellungen. Als Auszeichnungen erhielt er 1961 den Edwin-Scharff-Preis und 1985 die Biermann-Ratjen-Medaille. Mehrere Arbeiten von ihm stehen im Hamburger Raum. Am 5. Oktober 1993 starb Karl August Ohrt in Hamburg.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Text: hws

Galerie

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