Richard Emil Kuöhl:
Grabmal Brunke

Richard Emil Kuöhl: Grabmal Brunke (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Richard Emil Kuöhl: Grabmal Brunke
(1937, Kalkstein, 175 x 155 cm, Figur 80 x 60 cm)
Friedhof Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Straße 756, 22337 Hamburg (Ohlsdorf)

Beschreibung

Das Grabmal Brunke auf dem Friedhof Ohlsdorf besteht aus einer weiblichen knienden Figur, die von einem rechteckigen Rahmen eng umgeben ist. Die Frau ist in Seitenansicht zu sehen und hat den Kopf nach vorn zum Betrachter gewendet. Sie trägt ein leichtes Gewand, das die Körperformen nachzeichnet. In der linken Hand hält sie eine Blüte, während eine Blumengirlande vom Arm über ihren Schoß fällt. Die Gestaltung ist von großer Klarheit geprägt und harmonisch ausgewogen. Der leicht gesenkte Blick drückt Trauer aus. Vgl. Leisner, 1990, Kat. 1131)

Künstler/in

Richard Emil Kuöhl wurde am 31. Mai 1880 in Meißen geboren. Nach einer Ausbildung als Kunsttöpfer studierte er ab 1902 an der Dresdner Kunstgewerbeschule beim Bildhauer Karl Groß. Später folgte er seinem Lehrer aus Dresden Fritz Schumacher nach Hamburg, der u.a. für seine Backsteinbauten bekannt geworden ist, die Kuöhl dann in den folgenden Jahren mit Skulpturen ergänzend bestückte. Diese setzte er in Stein, Keramik und Terrakotta für Gebäude u.a. in Bad Oldesloe, Flensburg, Lübeck oder Hamburg sowie in Kunstobjekten auf Grabanlagen des Ohlsdorfer Friedhofs um. Er war Mitglied im Hamburger Kunstverein und 1919–1932 Mitglied der Hamburger Sezession, deren Jahresausstellung 1933 von den Nationalsozialisten zwangsgeschlossen wurde. Auch nach der Machtübernahme der NSDAP diente er den staatlichen Institutionen als Auftragnehmer wie beispielsweise mit dem Kriegerdenkmal in Hamburg, dem dann in den 1980er Jahren das Gegendenkmal des österreichischen Bildhauers Alfred Hrdlicka gegenübergestellt wurde. Er starb am 19. Mai 1961 in Rohlfshagen bei Bad Oldesloe.

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Galerie

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